sentix Euro Break-up Index News

Auf dieser Seite informieren wir über die neueste Entwicklung des sentix Euro Break-up Index. Dieser Indikator zeigt im Zeitablauf, für wie wahrscheinlich private und institutionelle Investoren auf Sicht von 12 Monaten ein Auseinanderbrechen der Eurozone (Ausscheiden mindestens eines Landes) halten und welche Länder besonders betroffen sind.

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Deutschland ohne Jamaika, Europa ohne Stress

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Die letzten Wochen, die in Deutschland durch ein zähes und letztlich erfolgloses Ringen um eine neue Regierung in Form eines Jamaika-Bündnisses geprägt waren, haben aus Sicht der Anleger für die Eurozone keinen Unterschied gemacht. Der sentix Euro Break-up Index fällt im November leicht auf 7,9% zurück und notiert weiter in der Nähe seines Allzeit-Tiefs. Das bedeutet, dass sich die Anleger keine Sorgen um die Stabilität Deutschlands machen und faktisch von einer Fortsetzung der „Großen Koalition“, explizit oder implizit über eine Minderheitenregierung, ausgehen.

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Katalonien ohne spürbare Wirkung

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Die über den sentix Euro Break-up Index gemessene Wahrscheinlichkeit für ein Auseinanderbrechen der Eurozone hat sich im Oktober leicht erhöht. Sie ist um 0,4%-Punkte auf 8,1% angestiegen. Dieser geringe Anstieg ist angesichts der Unruhen in Spanien durchaus überraschend. Der spanische Teilindex ist sogar von 0,9% auf 0,6% gefallen. Etwas mehr Sorgen bereitet den Anlegern Österreich. Die absehbare Beteiligung der FPÖ an der Regierung hat zu einem Anstieg des Teilindex von Österreich in den letzten beiden Monaten von unter 0,3% auf über 0,8% beigetragen.

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Ruhe vor der Bundestagswahl. Aber danach?

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Es herrscht Ruhe an der Euro-Front. Zumindest galt dies für die Zeit vor der Bundestagswahl. Der sentix Euro Break-up Index ist im September erneut leicht auf 7,66% gesunken. Dies ist der tiefste Wert seit Juli 2014, als das Allzeit-tief des Index bei 7,61% erreicht wurde. Alle wesentlichen Länderindizes haben im Einklang mit dieser Tendenz nachgegeben. Doch ob sich dieser friedliche Zustand auch nach der Wahl noch hält, ist fraglich.

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Erstaunlich gelassen

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Die Anleger betrachten die Eurozone mit erstaunlicher Gelassenheit. Weder die Aussicht auf ein baldiges Ende des EZB-Ankaufprogramms, noch der Entscheid der Karlsruher Verfassungsrichter (Verweis an EuGH) oder die politischen Gedankenspiele in Italien (Einführung einer Doppelwährung) haben die Anleger verunsichert. Der sentix Euro Break-up Index fällt auf 8,0% (von 8,9%) und der Teilindex für Italien sinkt ebenfalls von 5,5% auf 4,6%!

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Gefestigter Euro-Raum

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Während des Sommerlochs sind politische Themen in Euroland Mangelware. Vielmehr zieht die Befestigung der Gemeinschaftswährung die volle Aufmerksamkeit auf sich. Die Anleger werten dies als Indiz, dass die Eurozone im Zusammenhalt zunehmend gefestigt ist. In diesem Umfeld verändert sich der Euroland-Break-up Gesamtindex kaum. Seine marginale Veränderung im Monat Juli von 8,6% auf 8,9% ist nicht als Dreh oder Warnsignal zu interpretieren, sondern ist seinem mittlerweile niedrigen Stand geschuldet. Dies zeigt sich auch in den niedrigen Raten der gemessenen Austrittswahrscheinlichkeiten einzelner Mitgliedsländer der Eurozone.

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